„Eindrucksvoll und würdig war die Veranstaltung der Stadt Schlüchtern aus Anlass der Verlegung der ersten Stolpersteine in der Krämerstraße.“ Der Fraktionsvorsitzende der Bürgerbewegung Bergwinkel Hans Konrad Neuroth, der mit weiteren Fraktionsmitgliedern der Einladung neben erfreulicherweise vielen Bürgerinnen und Bürgern gefolgt war, begrüßte dieses Gedenken an die große ehemalige jüdische Gemeinde in Schlüchtern. „Derartiges war überfällig.“

Allerdings könne dies nur der erste Schritt auf einem sicherlich noch längeren Weg sein, so der Sprecher weiter. So wäre es zu begrüßen, wenn weitere Stolpersteine in Schlüchtern verlegt werden, damit auch die Erinnerung an andere jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aufrechterhalten bleiben könne.

„Dies“ so Hans Konrad Neuroth weiter „ ist der eine Weg, der andere Weg muss lauten, dass nach Ankauf der Synagoge durch die Stadt Schlüchtern nunmehr ein Förderverein gegründet wird, der ein vernünftiges Rahmenprogramm zur angemessenen Nutzung der Synagoge erarbeitet.“

Auch der Blick auf den jüdischen Friedhof müsse intensiver bleiben, dies gelte auch für den zweiten jüdischen Friedhof im Bereich des Gesamtfriedhofs in Schlüchtern. „
Auch die Durchführung einer jährlichen Gedenkveranstaltung aus Anlass der Reichspogromnacht in Schlüchtern sei notwendig.

Wenn aber der ein oder andere Bedenken habe, da in der Regel die Reichspogromnacht auch auf den Kalten Markt falle, so könne man sich Gedanken machen, ein anderes Wochenende zu wählen.
Dies wäre jedoch, so Neuroth weiter, allenfalls eine Notlösung.
Der Fraktionsvorsitzende lobte das Engagement der Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereines Kerstin Baier-Hildebrand, aber auch der über die Grenzen Schlüchterns hinausgehende Einsatz von Ernst Müller-Marschhausen ist bemerkenswert.