„Wir begrüßen zwar den geplanten Ankauf des Rabbinergebäudes und der Synagoge durch die Stadt Schlüchtern, sind jedoch der Meinung, dass der Ankauf alleine positive Veränderungen an diesem wichtigen Gelände nicht schaffen wird.

Zum einen ist es selbstverständlich, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis passen muss, d.h. der Kaufpreis für dieses Gelände muss angemessen sein,“ so der Vorsitzende der Bürgerbewegung Bergwinkel Norbert Wuthenow.

Zum anderen ist es natürlich erforderlich, dass zeitnah Pläne geschmiedet werden, wie das Gelände und die Gebäude ihrem Ursprung entsprechend vernünftig und angemessen genutzt werden können. Ein bloßes „Stehen-Lassen“ der Gebäude nach Ankauf, ohne dass ein entsprechendes attraktives Konzept erstellt wird, ist unsinnig, so der Sprecher weiter.

Es böten sich eine Reihe von Nutzungsmöglichkeiten des Ensembles an; so könne die ursprünglich umgesetzte Idee eines Kulturhauses Synagoge wieder nach vorne gebracht werden, es wäre ein Förderverein zu gründen und es sei die Ausarbeitung eines Nutzungskonzepts unter Einbindung wichtiger kultureller Vereine, Verbände, Kirchen, jüdischer Gemeinden und Parteien dringend notwendig.
Das Rabbinerhaus beispielsweise, welches ebenfalls unter Denkmalschutz steht, und daher selbstverständlich schützenswert ist, kann einer sehr guten Nutzung zugeführt werden. Die Räume sind sehr großzügig und schön. Selbstverständlich ist eine entsprechende Renovierung erforderlich.
Beispielsweise wäre es dann auch denkbar, in diesem Bereich das Stadtarchiv unterzubringen.
„Eine – wenn auch vorübergehende Unterbringung des Stadtarchives in der Synagoge selbst – halten wir als BBB für nicht sinnvoll, hier muss eine neue Heimat für Kulturschaffende, Künstler, Autoren und die Schlüchterner Vereine geschaffen werden “ so der Sprecher Wuthenow zum Abschluss.