Es ist zwar bedauerlich, dass das ursprünglich von der Stadtverwaltung und den Mehrheitsfraktionen im Schlüchterner Stadtparlament ins Auge gefasste Baugebiet Brunkenberg in Schlüchtern nun teilweise zumindest für die Dauer von fünf Jahren nicht komplett bebaut werden kann, allerdings sei es jetzt auch richtig, Vorsicht walten zu lassen“, so der Fraktionsvorsitzende der Bürgerbewegung Bergwinkel, Hans Konrad Neuroth.

Es sei wichtig, dass in Schlüchtern neue Baugebiete geschaffen werden, um Bauplätze zu erschließen, die insbesondere für junge Familien günstig zu erwerben und nutzbar seien. „Das Baugebiet Brunkenberg in Schlüchtern war jedoch von Anfang an eher als problematisches Gelände anzusehen“, so der Sprecher weiter. Betroffene Anwohner hätten mehrfach davor gewarnt, hier ein solches Baugebiet vorzusehen; voreilig sei auch der Abschluss eines Tauschvertrages zwischen der Stadt Schlüchtern und dem Kloster (Wald gegen geplantes Baugebiet) gewesen, da die Imponderabilien augenscheinlich gewesen seien.

Nun sei es offenbar so, dass in einem weiteren geologisches Gutachten geraten werde, zunächst einmal mindestens ein Drittel der ursprünglichen Fläche derzeit nicht zu bebauen. Zu bedauern sei jedoch, dass dieses geologische Gutachten, welches in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses zwar erwähnt worden sei, bisher nicht vorgelegt worden sei. „Eine sachdienliche Entscheidung in der Stadtverordnetensitzung ist aber nur dann möglich“, so Neuroth weiter, „wenn dieses Gutachten, auf das man bereits seit einem Jahr wartet, vorliegt.“ Es sei jetzt auch erforderlich, dass auch die nunmehr geänderten Pläne rechtzeitig der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

In der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Haushalt 2019 habe die FDP-Fraktion einen Antrag zur Ausweisung weiterer Baugebiete eingebracht, daher sei es jetzt dringend nötig, diesen Antrag schnell umzusetzen, damit neue Baugebiete für Wohnraum geschaffen werden könnten. „ Es gibt in Schlüchtern insbesondere in der Innenstadt eine Reihe von Möglichkeiten, die nunmehr detailliert geprüft werden müssen, damit die verlorene Zeit wieder aufgeholt werden kann“, so der BBB Sprecher abschließend.