„Mit Entsetzen haben wir die neuen offensichtlich beschlossenen Planungen der Bahn hinsichtlich der Trassenführung mit kleineren Ergänzungen in der Variante IV zur Kenntnis genommen. Durch diese neuen Pläne sind insbesondere die Stadt Schlüchtern im innerstädtischen Bereich und der Ortsteil Niederzell erheblich tangiert“, so der Fraktionsvorsitzende der Bürgerbewegung Bergwinkel, Hans Konrad Neuroth.

Er bezog sich dabei auf die Veröffentlichung der im Rahmen der Diskussionen mit den betroffenen Gemeinden und den Bedenkenträgern in der Stadthalle in Gelnhausen diskutierten endgültige Trassenführung. „Es ist sehr unerfreulich, dass dem Vernehmen nach während dieser Veranstaltung kein wichtiger Vertreter der Stadt Schlüchtern anwesend war, obgleich in der Verwaltung eigens ein Mitarbeiter, der sich nahezu ausschließlich mit der Thematik Bahntrasse beschäftigen sollte, abgestellt worden ist. Dieses fehlende Interesse traf auch auf Verwunderung bei einigen Teilnehmern“, so der Sprecher Neuroth weiter.

„Wir können nicht verstehen, warum bei einer solch entscheidenden Sitzung bei der es um erhebliche künftige Eingriffe in die Schlüchterner Landschaft geht, andere Dinge offenbar wichtiger sind. Wenn man sich die Pläne, die am 21.11.2018 in der Stadthalle in Gelnhausen bekannt gemacht worden sind, näher und im Detail anschaut, heißt dies nun, dass in der Tat die Bürgermeister von Bad Soden-Salmünster und Steinau für ihre Städte eine Milderung erreicht haben, nicht anders ist die positive Stellungnahme des Bürgermeisters von Bad Soden-Salmünster in den sozialen Medien zu interpretieren und andererseits dies alles jetzt zu Lasten der Stadt Schlüchtern geht“, so Hans Konrad Neuroth.

Und weiter: „Schlüchtern ist schon durch den Bau der Windräder mehr als umzingelt, weitere WKAs sind in Planung – auch im Bereich Hohenzell und Bellings – und jetzt soll die Trasse direkt an der Kläranlage in Niederzell verlaufen. Unsere Landschaft wird unnötig zerstört. Die Bürgerbewegung Bergwinkel wird alles Erdenkliche tun, um die Bevölkerung Schlüchtern weiter umfassend zu informieren und versuchen, dass diese Trassenführung auf allen möglichen Wegen noch verhindert werden kann.“

In diesem Zusammenhang erklärte der Sprecher der BBB, dass es sich bemerkbar mache, dass viel zu viele Projekte in Schlüchtern begonnen wurden. Man sehe nun, wie wichtig es sei, trotz des Kraftaktes „Langer- Ankauf“ auch andere Dinge unbedingt mit gleicher Aufmerksamkeit zu beobachten. Es reiche da nicht aus, gewisse Gelder für die Beratung und rechtliche Betreuung zu dieser Thematik im Haushalt einzustellen. Es sei nötig, aktiv einzugreifen; „das müssen wir jetzt tun, wenn es nicht bereits zu spät ist.“

„Auch das laute Nachdenken über einen neuen Bahnhof in Schlüchtern, die Einrichtung einer Videoüberwachungsanlage im Schlüchterner Bahnhof oder die Berücksichtigung eines neuen Industriegebietes durch die Planer der Trasse sind unerheblich, wenn es um Schutz der Landschaft und der Menschen in Schlüchtern geht“, so Neuroth weiter. Es sei jetzt an der Zeit, dass sich nach außen hin bemerkbarer Widerstand in den betroffenen Bereichen in Schlüchtern rege.