Stellungnahe der BürgerBewegung Bergwinkel zu den Plänen der Stadtverwaltung und des Bürgermeisters der Stadt Schlüchtern zum Ankauf des Langer – Geländes:

Das Kaufhaus Langer hat über Jahrzehnte hinweg die Einkaufsstadt im Bergwinkel und uns Menschen mit geprägt und postiv beeinflusst. Dafür sind wir den verantwortlichen Unternehmern dankbar, die auch über diesen Zeitraum hinweg Arbeitsplätze geschaffen und erhalten haben.

Die Bürgerbewegung Bergwinkel hat, nachdem bekannt wurde, dass Langer seine Pforten schließt, von Beginn an erklärt, dass es wichtig ist, jetzt einen neuen Mittelpunkt für Schlüchtern zu schaffen. Das heißt sicherlich nicht, dass dort ein neuer Baukörper von 5-6 Geschossen entstehen soll, zumal erfreulicherweise durch die Planung der Kreissparkasse in Schlüchtern für einen Neubau ein das Stadtbild Schlüchtern negativ prägendes Gebäude entfernt wird.

Letztlich gilt dies auch für den massiven Baukörper des Kaufhauses Langer in der heutigen Form. Daher ist es begrüßenswert, dass die Stadt Schlüchtern zur Schaffung einer solchen neuen Mitte Einfluss nehmen muss, damit Einkaufen, Wohnen, Kultur und Freizeit hier einen neuen und angemessenen Platz erhalten. Die Bürgerbewegung Bergwinkel hatte dies schon im Sommer eingefordert und erklärt dass es sinnvoll sei, eine Kommission zu bilden, in der kompetente Personen aus Wirtschaft, Handel, Gewerbe, Kultur und Vereinen den Magistrat als Gremium unterstützen und nach der HGO in nichtöffentlichen Sitzungen zusammenkommen. Dies ist ein dreiviertel Jahr lang so nicht geschehen, der Vorschlag wurde ignoriert. Es hat dann mehr oder weniger eine Politik des Verhandelns hinter verschlossenen Türen ohne Mitwirkung von Parlament, Magistrat und anderen wichtigen Entscheidungsträgern stattgefunden. Erst vor knapp einer Woche wurden alle Fraktionen über die neuen Pläne der Stadt informiert. Ein Antrag liegt den Mitgliedern des Stadtparlamentes jedoch noch nicht vor, obwohl auch für den Magistrat die Vorlagefrist von 2 Wochen gilt.
Aus diesem Grunde haben sich für die BBB viele neue offene Fragen ergeben, die anschließend formuliert sind. Dabei ist es für uns sehr wichtig, dass jetzt endlich zum einen die in diesem Zusammenhang zu treffenden Entscheidungen im Einklang mit der Bevölkerung, den Gewerbetreibenden und den ehrenamtlich Tätigen nach voran gebracht werden. Wichtig ist aber auch, dass keine wirtschaftlichen und finanziellen Risiken auf den Steuerzahler abgewälzt werden. Immerhin schieben wir einen Kassenkredit von 17 Millionen Euro vor uns her!

Wir von der BBB hatten uns eine andere und frühere Einflussnahme der Stadt auf die Gestaltung des Langergeländes gewünscht, zumal die Stadt selbst Eigentümer eines Teilgrundstückes ist, ohne das kein Investor planen kann!

Neben den wirtschaftlichen Risiken, in die man jetzt offenbar einsteigen will, darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass nicht am Ende des Tages nach zähen Verhandlungen durch den Bürgermeister die Investition für die Stadt scheitert und dann gar kein Interessent mehr vorhanden ist. Dann entsteht das, was keiner wünscht: Eine Bausünde, die zur Ruine geworden ist.

Daher setzt sich die BBB Fraktion weiterhin kritisch mit den Vorschlägen der Stadt Schlüchtern auseinander, sie wird eine abschließende Entscheidung zum Abstimmungsverhalten am kommenden Montag in der Stadtverordnetensitzung auch davon abhängig machen, wie der Bürgermeister der Stadt Schlüchtern, Herr Möller, seine Pläne in einer offenen Fraktionssitzung der BBB am kommenden Freitag, 20.04.2018, ab 18:30 Uhr, im Tagungsraum des Hauses des Handwerks detailliert, sachlich und ohne Vorwürfe darstellt und die Fragen der BBB beantwortet.