Die Bürgerbewegung Bergwinkel ist der Meinung, dass das Projekt Petra, welches seit Jahren die Stadt Schlüchtern als Dienstleister im Zusammenhang mit der Beratung, Planung und der Zuarbeit bezüglich der Kindergärten im Stadtgebiet tätig war, so nicht mehr tätig werden könne.

„Nach Auffassung der Bürgerbewegung Bergwinkel handelt sich hierbei um auch die originäre Tätigkeit einer Verwaltung, die keinesfalls fremd zu vergeben ist; sowohl die personelle Beratung als auch die Beratung im Zusammenhang mit der Gewährung von Zuschüssen für Kindergärten bedarf einer solchen zusätzlichen Vereinbarung eines kostenintensiven Vertrages nicht.“ Dies erklärte der Vorsitzende der Bürgerbewegung Bergwinkel, Norbert Wuthenow, in der jüngsten offenen Fraktionssitzung der BBB.

Überrascht sei man ferner über die Stellungnahmen des künftigen Bürgermeisters Matthias Möller und der ehemaligen Bürgermeisterkandidatin Kerstin Baier Hildebrand. Beide hätten in ihren Wahlkämpfen unmissverständlich und klar erklärt, dass eine Fremdvergabe dieser Arbeiten an das Projekt Petra nicht mehr erfolgen solle. Der Sinneswandel sei nicht nachvollziehbar und man dürfe gespannt sein, mit welcher detaillierten Begründung beide ihren Meinungsumschwung darlegen werden.

„Selbst wenn jedoch“, so der Sprecher weiter, „eine Fremdvergabe dringend notwendig wäre, so fordert die Bürgerbewegung Bergwinkel ausdrücklich zunächst einmal, dass sämtliche bisher laufenden Verträge gekündigt werden und eine Ausschreibung unter Berücksichtigung der einschlägigen Vergaberichtlinien zu erfolgen hat.“ Dabei spiele auch eine Rolle, dass Herr Dr. Peter Büttner selbst im Stadtparlament tätig sei.

Hier entsteht durchaus ein neues liberales Geschmäckle, welches gleichermaßen auch im Zusammenhang mit dem Ankauf des Werkmeisterhauses zu sehen ist. „Der Bürger darf keinesfalls den Eindruck gewinnen, als würde hier gemauschelt!“, so der Sprecher Norbert Wuthenow abschließend.